Integrierte Sekundarschule –
Wie funktioniert das?

Die Bertolt-Brecht-Oberschule (BBO) ist eine Integrierte Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe, an der alle Schulabschlüsse erworben werden können.

Die Schule wird im Modell des „gebundenen Ganztagsbetriebs“ organisiert, d.h., der Pflicht- und Wahlpflichtunterricht der 7.-10. Jahrgangsstufe wird im Wesentlichen auf den Vormittag konzentriert, während der Nachmittag den Schülerarbeitsstunden und eine großen Zahl unterschiedlicher Arbeitsgemeinschaften vorbehalten ist.

Teil des Unterrichts der Sekundarstufe I (7.-10.Jahrgang) findet in den sog. Kerngruppen (Klassenverband) statt, z.B. Gesellschaftskunde, Kunst, Musik und Arbeitslehre. In den Fächern Deutsch, Mathematik, Fremdsprachen und in den Naturwissenschaften werden die Schüler/-innen jeweils ihrem persönlichen Entwicklungs- und Leistungsstand entsprechend in kleineren, differenzierten Kursen  individuell gefordert und gefördert. Je nach Leistungsstand kann zum Ende eines jeden Halbjahres ein Wechsel in ein anderes Kursniveau (E – Kurs = Erweiterter Kurs oder G – Kurs = Grundkurs) erfolgen.

Die Schüler/-innen einer Kerngruppe (Klasse) werden in der Regel von zwei Kerngruppenleitern betreut. Im Rahmen des Tutoriums werden alle schulischen Angelegenheiten in Ruhe gemeinsam besprochen. Während der 4 Jahre in der Sekundarstufe I behalten die Schüler/-innen „ihren“ Kerngruppenraum, den sie gemeinsam individuell gestalten können.
Die Gruppengrößen variieren zwischen 26 Schülern im Kerngruppenunterricht und 15-24 Schülern in den leistungsdifferenzierten Kursen bzw. Wahlpflichtkursen. Die geringen Frequenzen in den Kursen erlauben eine besonders ruhige und intensive Lernatmosphäre, die den individuellen Fähigkeiten in besonderem Maße gerecht werden kann.

Am Ende der 10. Klasse finden die Prüfungen zum MSA statt. Im ersten Durchlauf (Schuljahr 2005/06) haben unsere Schüler/-innen überdurchschnittlich gut abgeschnitten. So bestanden diesen 83%, gegenüber 70 % im Durchschnitt der Berliner Gesamtschulen. Unser Wert liegt auch höher als der Durchschnittswert der Berliner Realschulen (81%), ein Ergebnis auf das wir stolz sind!

Je nach Leistungen kann dann der Übergang in die gymnasiale Oberstufe (Sekundarstufe II) erfolgen. Besondere Profilkurse, z.B. in Gesellschaftskunde, bereiten im 10. Jahrgang auf die gymnasiale Oberstufe vor.

Die Sekundarstufe II umfasst die Zeit bis zum Abitur, das nach 12- oder 13 jähriger Schulzeit erworben werden kann. Weitere Informationen zur Sekundarstufe II erhalten sie durch unser gesondertes Informationsmaterial zur gymnasialen Oberstufe.

Das „Lernen lernen“ ist ein besonderes Anliegen unseres Unterrichts. In einer jährlich stattfindenden Methoden /Projektwoche werden diese Fähig-keiten intensiv geschult. Schüler/-innen erwerben die Möglichkeit, sich persönliche Ziele zu setzen, den eigenen Lernprozess zu planen, zu steuern und Methoden zu entwickeln, wie sie erfolgreich lernen können.

Mit dem Bewerbungstraining liegt ein Schwerpunkt im 9. Jahrgang in der Vorbereitung auf das spätere Berufsleben.

Um den Anforderungen der Zukunft an unsere Schüler gerecht zu werden, liegt ein besonderer Schwerpunkt der BBO in der Einbeziehung moderner Medien in den Unterricht. Neben 7 komplett eingerichteten Computerräumen verfügt jeder Fachbereich über mobile Computereinheiten, sodass in allen Unterrichtsräumen jederzeit Zugang zum Internet und zum schulinteren Netz besteht. Schüler/- innen können recherchieren und ihre Präsentationen oder andere computergestützte Erarbeitungen zeigen.

Die Schulgemeinschaft der BBO legt in besonderem Maße Wert auf die Pflege von Tugenden wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit und Toleranz. Das führt zu einem friedlichen und harmonischen Schulklima, das sich sehr positiv auf das Sozial- und Lernverhalten auswirkt. Diese besondere Stärke der BBO wurde auch in der Schulinspektion, die im Frühjahr 2006 durchgeführt wurde, besonders hervorgehoben.

Weiterhin wurden folgende Schulqualitäten im Inspektionsbericht festgestellt:

  • „Überzeugende Ergebnisse und transparente Leistungsanforderungen und –bewertungen“
  • „Positive Lernatmosphäre, verbunden mit einem wertschätzenden Umgang und klaren Regeln“
  • „Angebote zum Methodenlernen“
  • „Angemessenes Schulleitungshandeln“

Nicht zuletzt hat auch die großzügige Anlage der BBO ihren Anteil an dieser Schulatmosphäre. Es gehören ein Sportplatz, der auch in den Pausen genutzt werden kann, eine Sporthalle mit zwei Etagen, ein heller, ruhiger Innenhof mit Tischtennisplatten und zahlreichen Sitzplätzen zur Schule.

Für das leibliche Wohl sorgt die Mensa, in der neben verschiedenen Snacks und Getränken unter anderem täglich zwei abwechslungsreiche Mittagessen angeboten werden.

Das Angebot wird durch den AUB (außerunterrichtlicher Bereich) verstärkt. Hier stehen Sozialarbeiter/-innen und Erzieher/-innen unseren Schüler/-innen als Ansprechpartner/-innen ganztägig zur Verfügung. Unter ihrer Obhut können sich Schüler/-innen u.a. dem Modellbau, dem Billardspiel widmen oder das „Internetcafé“ nutzen.

Die BBO beherbergt eine Zweigstelle der Spandauer Stadtbücherei, die auch vormittags in Verbindung mit dem Unterricht genutzt werden kann und in den Pausen allen Schüler/-innen zur Verfügung steht.

 

Am Nachmittag können die Schüler/-innen interessante und lehrreiche Arbeitsgemeinschaften auswählen. Über den eigentlichen Unterricht hinaus wird die Bertolt-Brecht-Oberschule hier ihrem ganzheitlichen Bildungsanspruch gerecht, allen Schüler/-innen Freude am ganztägigen Lernen zu vermitteln. Das umfangreiche Angebot umfasst u.a. Kanufahren, Spanisch, Surfen, Computer für Mädchen, Bienen und Imkerei, Schulband, „Jugend forscht“, Hausaufgabenbetreuungen, Schülerarbeitsstunden und viele weitere Sport- und Spielangebote. In einer „Tandem-AG“ unterstützen sich Schü-ler/-innen gegenseitig beim Lernen. Die Schüler/-innen höherer Klassen übernehmen hier Lernpatenschaften. Eine AG widmet sich der Vorbereitung und Durchführung von Exkursionen nach Krakau und Auschwitz und organisiert Zeitzeugengespräche. In der Schüler-Firma „DigiPhoto GmbH“ werden Schülerausweise, Unter-richtsmaterialien, Pass- und Klassenfotos hergestellt sowie auch schul-fremde Aufträge ausgeführt. Schüler/-innen, die eine spezielle Mediatorenausbildung erhalten haben, sind u.a. Ansprechpartner/-innen für etwaige Konflikte unter den Schüler/-innen.

Neben dem täglichen Schulbetrieb gehören zur Tradition der Schule verschiedene „Highlights“: Aufführungen der Theatergrundkurse, Musikabende, politische Podiumsdiskussionen oder Sportfeste sind Teile des Schullebens. Zum Adventsbasar und zum Musikabend kommen viele Ehemalige, um Erinnerungen an ihre alte Schulzeit auszutauschen und ihre „alten“ Leherer/-innen zu treffen.

Über die Grenzen Berlins und Deutschlands hinaus pflegt die Bertolt-Brecht-Oberschule zahlreiche internationale Beziehungen und Schulpart-nerschaften, u.a. jährlich einen Schüleraustausch nach Frankreich und Israel.

Erfolgreiche Schulpartnerschaften mit Schüleraustausch bestehen mit Schulen in Nimes (Frankreich), Genf (Schweiz) und Ashdod (Israel). Klassenfahrten, Exkursionen, Studien- und Gedenkstättenfahrten er-gänzen den Unterricht in der Mittel- und Oberstufe und ermöglichen somit vielfältige außerschulische Erfahrungen.